Sachsen- Cup Rollski Rennen in Oederan
- Regenrennen
- sechs Mal Podium
Ein paar von unseren Rollskiläufern haben sich auch in diesem Jahr in Oederan zum Rollskirennen gemeldet. Das ist schon immer eine ganz schöne Herausforderung für uns, wenn es heißt am Sonntag 06:00 Uhr Abfahrt an der Hütte.
Nach der völlig entgleisten Entscheidung des Skiverbandes Sachsen bei den letzten Sachsenmeisterschaften im Rollski in Seiffen ist auch die Wettkampfmoral dieser Rennläufer so ziemlich am Boden. Es lässt sich nur schwer eine Motivation aufbauen. Was ich auch sehr gut nachvollziehen kann.
Levana Pihan, auch eine der betroffenen Sportlerinnen, der die Sachsenmeisterschafts-medaille verwehrt wurde, war an diesem Wochenende privat in München. Sie wollte aber gern dieses Rennen in Oederan bestreiten, da es mit zu ihren Lieblingsrennen gehört. Also startete sie bereits einen Tag vorher gegen 21.00 Uhr in München mit dem Flix Bus nach Chemnitz. Dort stand sie dann 02:10 Uhr in Chemnitz am Bahnhof. Was schon mehr als ein Risiko darstellt bei der Sicherheitslage an den Bahnhöfen. Aber sie wurde pünktlich von unseren jungen Männern in Empfang genommen, um weiter nach Oederan zu reisen. Ankunft in Oederan 04:40 Uhr. Schon alleine diese Einstellung und diese erbrachte Leistung ist in der heutigen Zeit eine Medaille wert.
Da erdreistet sich der Generalsekretär Derrik Schönfelder, mir letzte Woche zu schreiben, dass es keine sportliche Leistung ist, wenn nur noch zwei oder drei Sportler in einer Altersklasse starten. Deshalb sollen diese Sportler nicht mehr geehrt werden. Wie weit weg von der Realität sind solche abfälligen, weltfremden und sportlerverachtenden Gedankengänge. Dafür muss man sich als jahrzehntelanger Sportler und Übungsleiter nur noch schämen und diese Haltung verabscheuen. Diese, unsere Verantwortungsträger leben in ihrer Blase und sind viel zu weit weg von der eigentlichen volkssportlichen Basis. Eine Basis, die momentan immer kleiner wird. Eine Basis, wo oft nur noch zwei oder drei Sportler in den einzelnen Altersklassen vorhanden sind. Aber es ist die einzige Basis, damit unser Sport am Leben bleibt. Das schaffen wir aber nur, wenn wir Anreize und außergewöhnliche Motivationen schaffen. Mit Einsparungsmaßnahmen und Rationalisierungen in unserer Sportart, wie vom SVS praktiziert und geplant, erreichen wir gar nichts mehr.
Levana konnte ihr Rennen in der Damenaltersklasse trotz der kuriosen Vorbereitung gewinnen. Auch Franz stand bei den Männern ganz oben auf dem Siegerpodium, gefolgt von Anton auf Platz zwei. Annika machte ein ganz gleichmäßiges Rennen und konnte in Runde drei ihre bis dahin mit ihr gleichlaufende Kontrahentin abschütteln und belegte somit einen sehr guten zweiten Platz. Nepomuk war zum ersten Mal in der Lage, ein Rennen zu gewinnen. Er hatte beim Einlaufen auf die Zielgerade etwa 15 bis 20 Meter Vorsprung. Das reicht eigentlich, um locker seinen Sieg heim zu fahren. Aber leider eben nicht Nepomuk. Er versucht noch, sich mit einem enormen Zielsprint auf regennasser Straße ins Ziel zu kämpfen. Dabei rutschte er mächtig weg, dreht sich um seine Körperachse und kommt fast zum Stehen. Seine Kontrahenten ziehen mit voller Fahrt an ihm vorbei und er konnte nur noch den Platz drei absichern. Ebenfalls Dritter wurde Kalle. Auch er hatte auf der Zielgeraden ein paar kleine Rutschprobleme beim letzten Sprint. Der erste Platz hatte sich einen guten Vorsprung erlaufen. Aber den Sprint um Platz zwei musste Kalle knapp aus der Hand geben, weil sein Kontrahent am Ende die bessere Eintakt- Technik beherrschte. Sechs Wettkämpfer vom PSV Zittau, sechs Mal auf dem Siegerpodium. (zwei Siegerpokale) Herzlichen Glückwunsch.
Ein Danke geht an die Veranstalter, an unsere Eltern Fam. Bensch und unsere Sportler, die diese Reise wieder auf sich genommen haben.
Rollski Heil V. Heinrich September, 2026
Ergebnisse, Bilder